SEG 174

Eckdaten / technische Daten:
• Schmalspurbahn Zell - Todtnau (ZT)
• Mittelbadische Eisenbahn Gesellschaft (MEG)
• Reederei Norden-Frisia (Inselbahn Spiekeroog)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
1886 eröffnete die SEG das erste Stück der Mannheim - Weinheim - Heidelberg - Mannheimer Eisenbahn. Dieser vierachsige Personenwgen gehörte zu einer zweiten Tranche Fahrzeuge, geliefert 1891 von der Waggonfabrik P. Herbrand & Cie., Cöln-Ehrenfeld, an diese Bahn und besaß 48 Sitzplätze der 3. Klasse. Schon 1895 erfolgte eine Umsetzung des Wagens an die SEG-Nebenbahn Zell - Todtnau. 1953 übernahm die Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG) diese Bahn der SEG nach Konzessionsablauf und ließ diesen Wagen zusammen mit 2 weiteren Exemplaren durch die Waggonfabrik Rastatt modernisieren. Diese drei Wagen kamen nach Stillegung der Strecke Zell - Todtnau im Jahr 1967 noch zur "Stammbahn Nord" der MEG Rastatt - Schwarzach - Freistett und Schwarzach - Bühl. Als auch hier der Personenverkehr eingestellt wurde, erfolgte der Verkauf zweier Wagen an die Inselbahn Spiekeroog, bei der die Fahrzeuge ebenso bis zur Stillegung 1981 verblieben. Dieses Fahrzeug erhielt dort die Nummer 13. Anschließend blieben die Wagen als Denkmalzug auf der Insel, wobei sie allerdings keinerlei Pflege erfuhren. In sehr schlechtem Zustand übernahm der Deutsche Eisenbahn-Verein den Denkmalzug und verbrachte die Fahrzeuge (eine Diesellok, zwei Personenwagen und ein gedeckter Güterwagen) auf das Festland. Die Personenwagen blieben aber in Heiligenberg abgestellt und wurden schließlich 2016 an Kleinbaan Service verkauft. Der Wagen wird bei Kleinbaan in den Lieferzustand zurückversetzt und wieder einen Holzaufbau mit der originalen Fensterteilung und einem Oberlicht erhalten. Nach Entnahme von Teilen wurden die sehr schlecht erhaltenen Neubau-Wagenkästen abgewrackt.
Lebenslauf:
Literatur:
Claas Rehmstedt: Die Fahrzeuge der MuseumsEisenbahn Bruchhausen-Vilsen - Asendorf
SEG 124

Eckdaten / technische Daten:
• Schmalspurbahn Zell - Todtnau (ZT)
• Mittelbadische Eisenbahn Gesellschaft (MEG)
• Reederei Norden-Frisia (Inselbahn Spiekeroog)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
1886 eröffnete die SEG das erste Stück der Mannheim - Weinheim - Heidelberg - Mannheimer Eisenbahn. Dieser vierachsige Personenwgen gehörte zur Anfangsausstattung dieser Bahn und besaß 16 Sitzplätze der 2. Klasse und 32 Sitzplätze der 3. Klasse. Schon 1893 erfolgte eine Umsetzung des Wagens an die SEG-Nebenbahn Zell - Todtnau. 1953 übernahm die Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG) diese Bahn der SEG nach Konzessionsablauf und ließ diesen Wagen zusammen mit 2 weiteren Exemplaren durch die Waggonfabrik Rastatt modernisieren. Diese drei Wagen kamen nach Stillegung der Strecke Zell - Todtnau im Jahr 1967 noch zur "Stammbahn Nord" der MEG Rastatt - Schwarzach - Freistett und Schwarzach - Bühl. Als auch hier der Personenverkehr eingestellt wurde, erfolgte der Verkauf zweier Wagen an die Inselbahn Spiekeroog, bei der die Fahrzeuge ebenso bis zur Stillegung 1981 verblieben. Dieses Fahrzeug erhielt dort die Nummer 12. Anschließend blieben die Wagen als Denkmalzug auf der Insel, wobei sie allerdings keinerlei Pflege erfuhren. In sehr schlechtem Zustand übernahm der Deutsche Eisenbahn-Verein den Denkmalzug und verbrachte die Fahrzeuge (eine Diesellok, zwei Personenwagen und ein gedeckter Güterwagen) auf das Festland. Die Personenwagen blieben aber abgestellt und wurden schließlich 2016 an Kleinbaan Service verkauft. Bei einer Aufarbeitung soll der Zustand des Wagens SEG 124 vor dem Umbau rekonstruiert werden. Die Neubau-Wagenkästen wurden nach Entnahme von verwendbaren Teilen abgewrackt.
Lebenslauf:
Literatur:
Claas Rehmstedt: Die Fahrzeuge der MuseumsEisenbahn Bruchhausen-Vilsen - Asendorf
K.P.Rh. 54

Eckdaten / technische Daten:
Kastenlänge = 7.000 mm. Hundeabteil.
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Am 24. Oktober 1903 nahm die Kleinbahn Piesberg - Rheine A. G. das erste Stück ihrer Strecke, erbaut in 1000 mm Spurweite, in Betrieb. DIe heute als Tecklenburger Nordbahn firmierende Eisenbahn wr bis 1935 eine Schmalspurbahn. Sämtlich zwischen 1902 und 1910 beschafften Schmalspur-Güterwagen stammen von der Kölner Waggonfabrik Van der Zypen & Charlier, darunter auch fünf 1905 gelieferte vierachsige geschlossene Güterwagen (GG 52 - 56). Bereits im Jahr 1907 wurden zwei dieser GG in Post- und Gepäckwagen umgebaut (PwPost4 54 und 55). Dafür wurden im Gegenzug die beiden vorhandenen zweiachsigen PwPost von 1902 in normale G-Wagen rückgebaut. Nach der Umspurung konnte die Kleinbahn Piesberg Rheine die meisten Güterwagen an andere Kleinbahn verkaufen.
Die Wagenkästen beider PwPost4i verblieben hingegen in der Region: Ein Wagenkasten wurde als Lagerraum für die Bahnmeisterei in Rheine-Stadtberg aufgestellt, existiert heute jedoch nicht mehr; der andere Wagenkasten wurde als Anbau des Bahnhofsgebäudes Langenbrück weiterverwendet und dabei fast komplett eingemauert. Von dort konnte Kleinbaan Service BV den Wagenkasten 2016 beim Abriss des Anbaus bergen.
Lebenslauf:
FKB 10

Eckdaten / technische Daten:
• Deutsche Reichsbahn (DR)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Im Jahr 1894 erhielt die AG Franzburger Kreisbahnen die Konzession für eine Kleinbahnstrecke von Stralsund über Barth nach Damgarten, mit einem Abzweig von Altenpleen nach Clausdorf. Am 4. Mai 1895 ging die Eisenbahn in Betrieb. Zur Eröffnung erhielt die Bahn eine für die von dem Stettiner Bauunternehmen projektierten Bahnen recht typische Fahrzeugausstattung. Dazu gehörten auch mehrere zweiachsige Personenwagen der dritten Wagenklasse. In ihrer ursprünglichen Ausführung hatten die Wagen außen eine senkrechte Verlattung, manche Wagen erhielten später eine Verblechung.
Der Wagen verfügt über eine Görlitzer Gewichtsbremse. Im Betrieb blieb bei der FKB der Zugteil mit dem Zugführerwagen, von dem aus die Gewichtsbremse über die Haspel bedient wurde, und Personenwagen stets beisammen. Bei gemischten Zügen wurden die zumeist ungebremsten Güterwagen zwischen dieser Wagengruppe und der Lokomotive eingestellt.
Bis zur Stillegung der Franzburger Bahnen, nun unter Regie der Deutschen Reichsbahn, blieb der Wagen im Einsatz. Nach Übernahme der FKB durch die Deutsche Reichsbahn trug er die Wagennummer DR 901-321.
Nach seiner Nutzung als Personenwagen erhielt der Wagenkasten eine Nachnutzung als Datsche in Bodstedt an der Ostsee. Von dort erwarb ihn Kleinbaan Service BV im Jahr 2015. Die Aufarbeitung erfolgte in den Jahren 2019 bis 2023 in Coburg.
Lebenslauf:

FKB 6

Eckdaten / technische Daten:
• Deutsche Reichsbahn (DR)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Für die 1894 eröffnete Franzburger Kreisbahn lieferten die Waggonfabriken Beuchelt und Görlitz im Auftrag der Baufirma Lenz & Co. die Fahrzeugausstattung. Dazu gehörten auch mehrere Zugführerwagen mit der Ausrüstung für die Görlitzer Gewichtsbremse im Gepäckraum. Diese kleinen Mehrzweckfahrzeuge dienten dem Transport kleiner Mengen Stückgut, besaßen ein kleines Fahrgastabteil der zweiten Klasse und (in diesem Fall) ein Postabteil, in dem Poststücke während der Fahrt umgearbeitet wurden. Anfangs trug dieser Wagen die Nummer 6 der Franzburger Kreisbahnen, später die Nummer 533 der Pommerschen Landesbahnen, nach Verstaatlichung der Bahn die Nummer 907-003 der Deutschen Reichsbahn.
Nach seiner Nutzung als Personenwagen erhielt der Wagenkasten eine Nachnutzung als Lagerschuppen und Fotolabor in der Nähe des früheren Kleinbahnhofs Barth am Schwarzen Gang. Im Jahr 2000 konnte die Selfkantbahn den Wagen als Privatspende übernehmen, um damit die Dampflokomotive 5C zu ergänzen. In Ermangelung von Aufarbeitungsmöglichkeiten blieb er aber abgestellt und schließlich erfolgte 2015 ein Verkauf an Kleinbaan Service BV.
Von 2018 bis 2023 erfolgte eine Aufarbeitung. Seit Juni 2023 gehört der Wagen wieder zum Betriebsbestand.
Lebenslauf:

