MEG 133

Eckdaten / technische Daten:
• Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Der im Jahr 1900 gebaute gedeckte Güterwagen MEG 133 wurde neu an die Straßburger Straßenbahn (SSB) geliefert und war wohl stets auf ihren rechtsrheinischen Strecken unterwegs. Ursprünglich trug er die Betriebsnummer SSB 105. 1923 erfolgte der Übergang der rechtsrheinischen Strecken der SSB und der Lahrer Straßenbahn-Gesellschaft auf die als Auffanggesellschaft gegründete Mittelbadische EIsenbahn-Gesellschaft (MEG). Spätestens seit 1935 war der Wagen als Packwagen genutzt und erhielt die neue Gattungsbezeichnung Gmnd. Eventuell stand dies im Zusammenhang mit einer weitgehenden Umorganisation des Betriebes der MEG mit neu beschafften Triebwagen und der Einführung des Rollwagenverkehrs Mitte der 1930er-Jahre.
Laut Fahrzeugverzeichnis wurde der MEG 133 nach 1939 ausgemustert, spätestens 1950 war er nicht mehr im Bestand. In dieser Zeit fand er eine neue Bleibe in einem Garten in Lahr-Mietersheim und blieb diesem Standort treu, bis er am 29.8.2017 von Mitarbeitern der Selfkantbahn dort abgeholt werden konnte, da diese Gartenanlage nun Wohnbebauung weichen sollte.
Von 2017 bis 2019 stand er am Bahnhof Schierwaldenrath, bis er bei Kleinbaan Service eingelagert wurde. Eine betriebsfähige Aufarbeitung unter Verwendung von Teilen des Wagens 63 064 der Wangerooger Inselbahn ist geplant. Dieses Spenderfahrzeug wurde 1903 von der Waggonfabrik Rastatt für die Schmalspurbahn Mosbach - Mudau als G 186 gebaut.
Lebenslauf:
63 038

Eckdaten / technische Daten:
• Deutsche Reichsbahn (DRG), Inselbahn Wangerooge
• Schiffsdienst und Inselbahn Wangerooge (DB)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Die neu entstandene Deutsche Reichsbahn beschaffte für ihre thüringischen Schmalspurbahnen Dorndorf - Kaltennordheim (Feldabahn), Hildburghausen - Heldburg und Eisfeld - Schönbrunn neue Güterwagen, die weitgehend den zuvor von der preußischen Staatsbahn beschafften Baumustern entsprachen. Insbesondere die Bergwerke an der Felda steigerten den Verkehr und führten bald zu einer Umspurung der Bahn im Jahr 1934. Dies setzte wiederum viele Fahrzeuge frei, die anschließend auf anderen Bahnen Verwendung fanden.
Dieser Vierachser hatte sein zweites Leben auf der Nordseeinsel Wangerooge. Seit 2004 war der Wagen jedoch abgestellt.
Lebenslauf:
MKB F 4

Eckdaten / technische Daten:
Informationen zu diesem Fahrzeug:
In der Sammlung von Kleinbaan Service nimmt dieser vierachsige gedeckte Güterwagen einen besonderen Platz ein. Zusammen mit den vierachsigen Personenwagen der Borkumer Kleinbahn vertritt er die typischen Bauarten der Waggonfabrik Weyer aus Düsseldorf, die einst bei vielen Kleinbahnen zu finden waren. Leider haben von den gedeckten Güterwagen nur sehr wenige die Zeiten überlebt.
Dieser Wagen wurde neu an die ursprünglich meterspurigen Mindener Kreisbahnen als Teil der ersten, fünf Wagen umfassenden Serie vierachsiger gedeckter Güterwagen (Nummern F1 bis F5) geliefert, und verbrachte auch dort seine gesamte aktive Laufbahn.
Vermutlich nach der vollendeten Umspurung der MKG von Meterspur auf Regelspur wurde der Wagenkasten an eine Privatperson in Hartum verkauft und diente dort in einem Garten als Lagerschuppen, in unmittelbarer Nähe zum Mittellandkanal. Eine Stirnwand wurde dazu mit einer zweiflügeligen Tür versehen. Von dort konnten wir ihn im Jahr 2015 bergen und zunächst gesichert einlagern. Im März 2020 wurde mit der Aufarbeitung des Fahrzeugs begonnen.
Lebenslauf:
StMB 194

Eckdaten / technische Daten:
• Steinhuder Meer-Bahn (StMB)
• Inselbahn Langeoog (IBL)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Der Wagen 194 hat gleich zweimal das Ende seiner Eisenbahn überlebt. Die Region der Altmark in der preußischen Provinz Sachsen (heute Sachsen-Anhalt) wurde ab etwa 1900 mit einer Vielzahl Kleinbahnen erschlossen. Im Jahr 1900 eröffnete die Gesellschaft der Salzwedeler Kleinbahnen die Strecke Salzwedel - Wallstawe, die im Folgejahr bis Diesdorf verlängert wurde. Bis 1902 folgte eine zweite Strecke nach Winterfeld. Mindestens 6 Stück vierachsige offene Güterwagen mit Steckwänden hatte die Bahn 1901 von der Waggonfabrik Both & Tilmann erhalten. Die Schmalspurbahn genügte wohl schon bald den Anforderungen nicht mehr und war zwischen ansonsten regelspurigen Kleinbahnen ein Fremdkörper. So kam es 1927/28 zur Umspurung auf Regelspur, bei zeitgleich teilweiser Linienverbesserung. Das rollende Material konnte zu großen Teilen verkauft werden. Von den vierachsigen Rungenwagen gigen drei Stück zur Steinhuder Meer-Bahn und mindestens einer zur Mittelbadischen Eisenbahn-Gesellschaft. Die StMB-Wagen überlebten auch das Ende dieser Eisenbahn, hatten aber schon 1937 die Reise auf die Nordseeinsel Langeoog angetreten. Dort erhielten sie die Nummern 12 bis 14.Ferner trug der Wagen 14 (das ist das hier behandelte Fahrzeug) den Namen "Holger". Bei einer grundlegenden Umstrukturierung des Gepäckverkehrs auf der Insel Langeoog wurden die meisten Güterwagen verkauft. Die drei ex-Salzwedeler Wagen 12 bis 14 kamen zur Selfkantbahn (13), zum DEV (12) und zu Kleinbaan Service B.V. (14).
Der Wagen wurde bis 2017 renoviert.
Lebenslauf:
KKB 26

Eckdaten / technische Daten:
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Kleinbaan Service B.V. konnte diesen Wagenkasten eines bedeckten Güterwagens der früheren Kehdinger Kreisbahn übernehmen. Bekannt ist davon lediglich, daß er zu einer Serie gedeckter Güterwagen von der Waggonfabrik Beuchelt aus dem Jahr 1899 stammt. Nach Stillegung der Kehdinger Kreisbahn Stade - Itzwörden im Jahr 1936 wurde das gesamte Rollmaterial an einen Altmaterialhändler veräußert. Viele Fahrzeuge konnten noch an andere Meterspurbahnen verkauft werden, manche dienten fortan ihrer Fahrgestelle beraubt als Lagerschuppen. Ein Wagen mit unbekannter Nummer gelangte später zum Technikmuseum Stade und wurde dort optisch wieder hergerichtet. Dort erhielt er die Nummer 17 und wurde als Wagenkasten hergerichtet; der Rahmen ist jedoch eine hölzerne Attrappe.
Zur Zeit ist dieser Wagen bei Kleinbaan Service eingelagert.
Lebenslauf:
