Im Rahmen der Aufarbeitung des Mindener GGw F4 hat unsere Ilmenauer Tischlerei ein paar Nachforschungen angestellt und dabei das Museum der Kollegen der Hirzbergbahn in Georgenthal besucht. An dieser Stelle unseren Dank dorthin, den Besuch außerhalb der Öffnungszeiten kurzfristig zu ermöglichen!
Es wurden zugleich Maße und Bauformen der früher bei bedeckten Wagenkästen üblichen Spannstangen aufgenommen, mit denen die Wagenstirnwände zur Mitte hin verspannt wurden. Charakteristisch dafür sind die an den Wagenenden stirnseitig herausragenden Verschraubungen bei Wagen der Waggonfabrik Wismar. Bei den GG der Wagenfabrik Weyer gab nach Fabrik- und Einsatzfotos solche außenliegenden Muttern nicht - also muss die Konstruktion hier anders sein. Die Suche geht weiter.

Im Wageninneren laufen diese Spannstangen zumeist in Form von Flacheisen schräg über die Seitenwände und sind neben den Seitentüren zum Boden hin verankert.


Aufgenommen wurden diese baulichen Details am Wagen ERFURT 241, der einst auf den thüringischen Meterspurbahnen unterwegs war.
Ferner waren auch die Lüftungsklappen eines dort vorhandenen GGw eine genaue Betrachtung wert. Die Klappen samt Verschlüssen sind hier noch zum großen Teil im Original erhalten und können als Vorlage für Details dienen, die am F4 fehlen.


Wie diese Ergebnisse in den Aufbau des F4 einfließen werden wird im Detail noch zu entscheiden sein.
